Pizza-News: Römische Neueröffnung in Berlin-Kreuzberg, die Teig-Trends 2026 & was lange Reife wirklich bringt

Zwischen frischen Eröffnungen, den Aromen des Jahres und einem Blick der Wissenschaft auf den Teig: Die Pizza-Welt dreht sich diese Woche einmal quer durch alle Themen. Wir haben die interessantesten Fundstücke zusammengetragen - und schauen am Ende, was davon für die eigene Küche zählt.

Berlin: Römische Pizza zieht nach Kreuzberg

In der Fichtestraße 32 in Berlin-Kreuzberg hat am 23. Juli die Pizzeria "Monti La Vita la Pizza" eröffnet. Statt der weichen, luftigen neapolitanischen Variante setzt das Lokal auf römische Pizza mit dünnem, knusprigem Boden, der beim Anheben stabil bleibt. Das Geheimnis steckt wie so oft im Teig: Er reift rund 72 Stunden, kommt mit sehr wenig Hefe und viel Wasser aus und wird zum Schluss bei hoher Hitze doppelt gebacken. Ein schönes Beispiel dafür, dass sich neben Neapel längst auch der römische Stil in deutschen Städten etabliert (Berlin Magazine).

Die Geschmacks-Trends 2026: Schärfe mit Herkunft und Fleisch satt

Der Lebensmittelhersteller Hormel Foods hat seine fünf großen Pizza-Trends für 2026 vorgestellt. Ganz oben steht Schärfe mit Charakter: Statt anonymer Chili-Hitze rückt die italienische Calabrese-Chili in den Fokus, deren Beliebtheit über vier Jahre um 59 Prozent gewachsen sein soll. Dazu kommen fleischbetonte Beläge - etwa zart geschmortes Brisket vom Rind und die sogenannte "Triple Pepperoni"-Pizza mit gleich drei Pepperoni-Sorten - sowie globale Fusion-Aromen und experimentierfreudigere Böden. Der rote Faden: Rund 43 Prozent der Verbraucher suchen laut Hormel aktiv nach neuen Geschmackserlebnissen (Hormel Foods).

Studie: Warum lange Teigreife die Pizza bekömmlicher macht

Was viele Pizza-Fans aus Erfahrung ahnen, hat ein Forschungsteam im Fachjournal "Foods" (April 2025) genauer untersucht: den Einfluss von Reifezeit und Triebmittel auf die Verdaulichkeit neapolitanischer Pizza. Getestet wurden Gehzeiten von 0 bis 48 Stunden - einmal mit klassischer Backhefe, einmal mit einer Kombination aus Milchsäurebakterien (Sauerteig) und Hefe. Ergebnis: Erst ab etwa 24 Stunden Reife sanken die sogenannten FODMAPs (bestimmte schwer verdauliche Zuckerverbindungen) deutlich, besonders stark bei der Sauerteig-Variante. Für empfindliche Mägen kann eine lange, kühle Reife die Pizza also spürbar bekömmlicher machen - die Eiweiß-Verdaulichkeit blieb dagegen weitgehend unberührt (Foods / PMC).

Was heißt das für Zuhause?

Ob römisch-knusprig, trendig-scharf oder besonders bekömmlich - der gemeinsame Nenner bleibt der Teig: die richtige Wassermenge, wenig Hefe und vor allem genug Zeit. Genau hier lohnt sich Planung. Mit dem Pizzateig-Rechner stellst du Hydration, Salz und Hefe passend zu deiner Wunsch-Reifezeit ein - auch für die langen 24- bis 72-Stunden-Führungen aus den heutigen Meldungen. Wie du daraus einen knusprigen oder luftigen Boden bekommst und welche Rolle Vorteige wie Poolish spielen, erklärt Schritt für Schritt der Ratgeber.

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